CoJoBo Compassion Projekt 2015/16


„In einer Gesellschaft, in der Leitbilder wie Jugendlichkeit und Sportlichkeit, Tüchtigkeit, Cleverness und Erfolg, Reichtum und Macht, Glück und Ansehen dominieren, schämt sich die Not und wagt es nur ausnahmsweise, sich zu Wort zu melden. Sie versteckt sich in Nischen, umgibt sich mit dem Panzer der Unnahbarkeit, verbirgt sich hinter Masken und Fassaden, stürzt sich in Hektik und Betriebsamkeit, betäubt sich mit Genuss und Lautstarke. Sie tragt viele Gesichter: Armut, Einsamkeit, Krankheit, Sucht und Perspektivlosigkeit, auch Schuld, um einige zu nennen." (Bischof Kardinal Karl Lehmann)


Compassion als Haltung der "Mitleidenschaft'" zielt in einem Umfeld einer von "Funktionalisierung" dominierten Gesellschaft gerade daraufhin ab, bei den Schülerinnen und Schülern soziale, gesellschaftsstärkende Verhaltensweisen wie Solidarität, Kooperation, Engagement und Altruismus zu fördern und weiter zu entwickeln. Daneben geht es auch um einen Beitrag zu einer ganzheitlichen Bildung Jugendlicher und dadurch um eine wichtige Zielsetzung des schulischen Unterrichts: Der Stärkung sozialer Kompetenzen (z. B. Teamarbeit und Kommunikation in nichtalltäglichen Tätigkeitsfeldern) und der Erweiterung und Veränderung persönlicher Haltungen und Einstellungen bzgl. sozialen Handelns und gesellschaftlicher Herausforderungen)." (Kuld; Gönnheimer)

''Als Caritasverband sind wir nicht nur an jenen interessiert, die aufgrund ihrer Ausbildung zum Handwerker, zur Managerin oder Pflegerin im Freiwilligendienst eingesetzt werden können. Wir wollen auch, dass alle interessierten Menschen im sozialen Bereich neue Erfahrungen machen können. Schließlich ist privates Engagement eine der zentralen Säulen einer soldiarischen Gesellschaft." (Eugen Baldas, Referatsleiter beim Deutschen Caritasverband und Experte für Freiwilligendienste)